Beginn der Wasserausstellung

"Das Wasser(problem) unserer Region"
Entstehung des Straussees

Oberflächengewässer wie Seen und Flüsse haben sich vor tausenden von Jahren gebildet und waren schon immer die Quelle von Leben und das Zentrum für menschliche Siedlungen. Auf der ersten Thementafel widmen wir uns der Entstehung des Straussee und legen den mentalen Grundstein für die weiteren Teile der Ausstellung.  

Thementafel 1: Die Entstehung des Straussee

Schon unsere Vorfahren wussten wie wichtig Wasser ist, so wurde es beispielsweise über 700 Mal in der Bibel erwähnt. Wasser ist ein Symbol der Reinigung, der Erneuerung und des Anfangs. Noch mehr ist es das Element, welches uns Leben ermöglicht und aus dem wir bestehen. Wasser ist keine Ressource, über die man verhandeln kann, denn ohne Wasser wäre auf der Erde kein Leben möglich.

Vor 20.000 Jahren prägte die letzte Eiszeit (Weichseleiszeit) die Region Märkisch-Oderland maßgeblich. Kennzeichnend war ein großer Eisschild, der vom skandinavischen Hochgebirge ausging und die Landschaft des Norddeutschen Tieflandes bis nach Polen formte (Mosaik aus welligen bis flach hügligen Sand- und Lehmplatten).

In den eiszeitlichen Sommermonaten schmolz die obere Gletscherschicht nach Norden zurückkehrend ab und bildete durch Gletscherspalten sogenannte Schmelzwasserrinnen. Dadurch entstanden die Urstromtäler und lang gestreckte Seen, welche bis heute erhalten blieben.

Der Straussee ist ein solcher Rinnensee und gehört zu einem Urstromtal, welches sich von Warschau bis Berlin erstreckt.

Die Thementafel zeigt ein Schaubild des Straussee und führt einige wichtige Fakten auf:

Beispielsweise ist der See 3,78 km lang und bis 340 Meter breit. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich über 114 km² und wird somit von einer großen Fläche im Umland beeinflusst. Er besitzt derzeit noch eine Wasserfläche von 136 Hektar und besitzt 13,8 Millionen Kubikmeter Wasser

Seit tausenden von Jahren sind Oberflächengewässer (Seen, Flüsse usw.) ein zentrales Ökosystem für Tiere und Pflanzen. Mit der festen Ansiedlung von Menschen am Straussee, wurde dieser See zunehmend ein bedeutendes kulturelles und wirtschaftliches Gut der Region. Nicht umsonst wirbt die Stadt Strausberg bis heute stolz mit dem Slogan “Grüne Stadt am See”.

Mittlerweile leiden jedoch sehr viele Oberflächengewässer in Brandenburg unter dem veränderten Klima sowie einer stetig höheren Wassernutzung durch uns Menschen. Wir stehen daher vor immer größeren Herausforderungen, mit unseren vorhandenen Ressourcen bestmöglich umzugehen.

Die Ausstellung „Das Wasser(problem) unserer Region“ soll anhand des Straussee anschaulich verdeutlichen, wie schnell ein solcher negativer Strukturwandel eintreten kann und alle Besucher*innen dazu animieren, sich im Alltag verstärkt mit dem Thema Wasser zu beschäftigen.

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Steckbrief

nach WRRL (2021)

Ökologischer Zustand: gut
85%
Chemischer Zustand: schlecht
30%
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Historische Nutzung vom Straussee

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